Minimaler Einsatz, maximaler Erfolg – Das 4 Konten Modell für die Geldplanung

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Das 4 Konten Modell für die Geldplanung
Das 4 Konten Modell für die Geldplanung
Bildquelle: Photo by Makarios Tang on Unsplash

Warum ich das 4 Konten Modell nutze um meine Finanzen zu planen? Ganz einfach, so stelle ich sicher das für alle Ausgaben und Anschaffungen der Bedarf an Geld gedeckt ist. So ist meine Finanzplanung strukturiert ohne das übermäßig Zeit dafür aufgewendet werden muss.

Nach diesem Modell kannst auch du ganz einfach deine Finanzen strukturieren und verwalten, und das mit minimalen Einsatz. Wie bei mir das 4 Konten Modell für die Geldplanung aufgebaut ist und wofür, in welcher Reihenfolge ich die Planung angegangen bin erkläre ich dir nachfolgend.

Konto 1 – Für den Alltag

Das erste Konto im 4-Konten Modell ist das wichtigste Konto. Nicht nur das auf dieses Konto meine Einnahmen eingehen, es dient auch dazu die Gelder auf die anderen Konten zu verteilen. Anhand meiner Bestandsaufnahme zum Jahresanfang ist mir unter anderem bekannt, wie viel ich für Versicherungen zurücklegen muss.

Das bedeutet, ich habe einen Dauerauftrag angelegt welcher direkt am Monatsanfang ausgeführt wird. Zum einen lege ich damit Geld für die am Jahresanfang anfallenden Versicherungen zurück und ich kann das Geld nicht mehr im Verlauf des Monats ausgeben. Was weg ist, ist weg.

Ansonsten steht das Konto 1 für Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung oder Konsumausgaben. Diese Ausgaben trage ich in mein Haushaltsbuch ein, um einen Überblick meiner Ausgaben zu behalten. In einem Quartal dürfen die Ausgaben nicht die Einnahmen übersteigen.

Konto 2 – Die Versicherungen

Wie oben beschrieben ist das das Konto auf dem ich Rücklagen für die zum Jahresanfang anfallenden Versicherungen bilde. Monatliche Abzüge vom Konto 1 tuen nicht so weh als ob der Betrag auf einmal fällig wird.

Über das ganze Jahr gehen monatlich Beträge ein. Zum Jahresende hat sich ein ordentlicher Betrag angesammelt. Da dieser nicht auf Konto 1 als Ausgaben zur Verfügung stand wurde der Betrag auch nicht ausgegeben.

Persönlich bin ich dazu übergegangen den monatlichen Betrag den ich für die Versicherungen zurücklege, ein wenig nach oben aufzurunden. Das hat für mich den psychologischen Vorteil, das wenn ich Anfang Januar die Rücküberweisung für die Versicherungsbeiträge tätige, das Konto nicht wieder bei Null liegt.

Konto 3 – Rücklagen für Anschaffungen

Okay, Rücklagen für die Versicherungsbeiträge werden automatisch gebildet. Auf dem Konto 1 für die alltäglichen Ausgaben bleibt zum Monatsende, dank Haushaltsbuchführung, was über. Aber irgendwann muss auch mal eine größer Anschaffung getätigt werden, oder es geht unvorhergesehen etwas kaputt. Dafür ist das Konto 3 gedacht, Rücklagen für Anschaffungen.

Generell ist die Empfehlung, Rücklagen von 3 bis 6 Monatseinkommen zu bilden. Diese Rücklagen sollten ausreichen um neue Möbel oder Elektrogeräte anzuschaffen. Teure Reparaturen am Auto oder sogar für die Neuanschaffung eines Autos werden auf diesem Konto angespart.

Je nachdem was du für dich als Sparziel festlegst, können die Rücklagen auch höher gebildet werden.

Konto 4 – Altersversorge und Vermögensaufbau

Das Thema klingt nicht sexy, aber es ist so wichtig. Je eher du dich damit beschäftigst, umso kleinere Beträge reichen dafür aus. Das ist das Dilemma in dem ich mich jetzt befinde.

Die monatlichen Ausgaben bleiben alle im Rahmen, Beträge um die Kosten der Versicherungen zu decken werden per Dauerauftrag auf ein separates Konto umgebucht. Auch wenn du noch keine 3 bis 6 Monatseinkommen als Rücklage gebildet hast, solltest du schon mit ganz kleinen Beträgen das Konto 4 füttern.

Ich nutze zum Vermögensaufbau und damit zur Altersvorsorge einen Sparplan auf ETFs. Mit einem Betrag von ab 25 € im Monat, oder anders ausgedrückt, mit knapp 84 Cent je Tag kannst du mit deinem Vermögensaufbau und der Altersvorsorge beginnen. Je eher desto besser, denn dann trägt der Zinseszinzeffekt einen immensen Anteil zur Altersvorsorge und Vermögensaufbau bei.

Minimaler Einsatz – Maximaler Nutzen

Seit dem ich mich mit meiner Rentenplanung und dem damit Vermögensaufbau beschäftige, ist mir klar geworden wie wichtig die Geldplanung ist.

Ich beschränke mich auf möglichst wenige Finanzprodukte, die ich auch verstehe und Transparent wie auch flexibel sind. Ich lasse mir einen kleinen Spielraum bei der Planung meiner Finanzen. Nicht jeder Euro muss verplant werden. Wichtig ist, das sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben bekannt sind.

Sind die Ausgaben auf Konto 1 immer kleiner als die Einnahmen, bleibt dir Geld für Rücklagen und deinem Vermögensaufbau. So kannst du langfristig deine Finanzen organisieren und Planen.

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vg