Mein Portfolio

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Mein Portfolio: Vermögensaufstellung Bestände
Mein Portfolio: Vermögensaufstellung Bestände
Stand: 01.02.2020

Das ETF – Weltportfolio

Nachdem ich in 2016 mit zarten Schritten angefangen habe zu investieren, habe ich auch den ein oder anderen kleinen Fehler begannen. Mit grade mal 50 € Monatlich hatte ich begonnen, in einen ausschüttenden ETF auf den DAX, später auf den Euro STOXX 600 zu investieren.

Irgendwann fiel mir dann mal eine Ausgabe der Finanztest in die Hände, mit dem Thema Pantoffel-Portfolio. Wie es der Zufall wollte, gab es dazu auch eine Sonderausgabe. Nach dieser Lektüre änderte ich meine Investition. Ich investierte von da an, in einen comstage MSCI World ETF als Aktions ETF und in einen Euro Gov. Bond von iShares und verkaufte meine bisherigen Bestände zum direkten reinvestieren.

Dann wurde leider der comstage MSCI World ETF von Thesaurierend auf Ausschüttend umgestellt. Das wollte ich aber überhaupt nicht, da zu diesem Zeitpunkt Thesaurierende ETFs für den Vermögensaufbau interessanter waren und ich mich nicht um das reinvestieren kümmern wollte.

Mittlerweile hatte ich auch die ein oder andere Lektüre zu ETFs gelesen und strukturierte meine Investition nochmals um. Das geschah in dem Zeitraum von Anfang 2016 bis Ende 2018, und genau Ende 2018 legte ich den Grundstein für mein jetziges ETFs Weltportfolio.

Wenn du Lust darauf hast, sechs bis acht Stunden die Woche an Investitionen zu arbeiten, mach das. Falls das nicht so ist, investiere in Indexfonds.

– Warren Buffett

Bevor ich dir jetzt die ETFs in meinem Bestand für das Weltportfolio nenne, mal ganz kurz meine bisherigen Fehler. Wie heißt es so schön, aus Fehlern lernt man. Und damit, falls du noch am Anfang stehst, nicht die selben Fehler begehst folgen hier meine:

  • Home Bias
    (Das ist die schädliche Neigung von Anlegern bei Wertpapieren, solche aus dem Heimatland übermäßig stark zu gewichten.)
  • Anleihen ETFs
  • Aktions ETFs
  • Nicht früher Angefangen haben zu Sparen

Meine Strategie um Vermögen aufzubauen ist ganz einfach: Investiere in den Markt! In dem Fall in den Weltmarkt.

Mit einem MSCI World ETF wird schon ein recht großer Anteil an der Marktkapitalisierung abgedeckt. In diesem sind sogenannte Large und Mid Caps enthalten, also Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung. Das ist das Standbein Nummer 1.

Dazu kommen die Emerging Market, kurz EM. Das sind die Länder, die als Schwellenländer bezeichnet werden. Darunter fallen zum Beispiel China, Indien, Russland und andere. In diesen Ländern steckt viel Potenzial und langfristig können die Emerging Market mehr Rendite bringen. Das ist mein Standbein Nummer 2.

Was mir dann noch fehlte sind die sogenannten Small Caps, kurz SC. Das sind weltweite Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung. Wobei sich das klein auf immer noch 200 Mrd. bezieht. Das ist mein Standbein Nummer 3.

Portfolio - ETFs Vermögensbildung
Portfolio – ETFs Vermögensbildung

Diese ETFs sind alle Thesaurierend, das heißt alle Erträge werden automatisch wieder im ETF angelegt. Es werden keine Dividenden ausgeschüttet um die ich mich kümmern müsste. Der Sparplan erfolgt monatlich und ist per Dauerauftrag und Fondssparplan hinterlegt. Gelegentlich schaue ich nach, ob die prozentuale Verteilung der ETFs zueinander noch stimmt.

Festgelegt habe ich dabei folgende Aufteilung:

  • 80 % Welt ETFs
  • 20 % Emerging Markets ETFs

Wobei die Verteilung der 80% Welt ETFs auf den MSCI World und den Small Caps nochmals aufgeteilt ist. Und weil es so schön gleichmäßig ist, sind die ebenfalls folgendermaßen aufgeteilt:

  • 80% MSCI World
  • 20% Small Caps

Bedeutet, wenn man alle prozentualen Verteilungen ins Verhältnis setzt kommt dabei folgende Gewichtung der einzelnen ETFs dabei heraus:

  • 64% MSCI World
  • 16% Small Caps
  • 20% Emerging Markets

Mit dieser Aufteilung kann ich persönlich gut leben und ruhig schlafen.

Das ETF – Dividendenportfolio

Sinn und Zweck des Investieren ist nicht, die Rendite zu maximieren und reich zu werden. Der Sinn und Zweck ist, nicht arm zu sterben.

– William Bernstein

Eigentlich wollte ich keine Ausschüttenden ETFs haben, denn thesaurierende ETFs sind einfach passiver zu handhaben. Zudem bieten thesaurierende ETFs einen minimalen Steuervorteil. Aber warum dann dennoch ausschüttende ETFs ?

Dafür gibt es drei einfache Gründe:

  1. Der psychologische Effekt – Ich sehe recht regelmäßige Einnahmen von den Ausschüttungen als Dividende auf meinem Konto als Geldeingang. Das ist einfach toll. Denn im Gegensatz zu den ETFs die thesaurieren sehe ich bei ausschüttenden ETFs den Cash und nicht nur den gesteigerten Kursgewinn.
  2. Die Ausnutzung des Steuerfreibetrages – Die Ausschüttungen sind innerhalb des Freibetrages Steuerfrei. Das was an Dividenden über die ETFs ausgezahlt wird landet auch 1:1 als Cash auf meinem Konto.
  3. Zusätzlicher Chashflow – Ich finde es einfach toll, wenn beinahe monatlich zusätzliches Geld ohne weiteres zu tun sich auf meinem Konto einfindet. Für erarbeitetes Geld erhalte ich ohne weitere Arbeit Geld, sprichwörtlich kann ich hier von Passivem Einkommen reden. Und dieses Passives Einkommen soll zukünftig auch mein Renteneinkommen aufbessern.

Mir ist durchaus bewusst, das z.B. beim Renteneintritt Anteile von den thesaurierenden ETFs einfach veräußert werden könnten, um dadurch dann zusätzlich Geld zur Verfügung zu haben. Dividendenzahlungen sind aber so viel einfacher (Be-)Greifbar.

Gezielt angefangen ausschüttenden ETFs zu besparen habe ich im Juni 2019. Auch wenn es eigentlich keinen Unterschied macht, ob man einmal im Quartal eine Dividendenzahlung erhält oder ob man jeden Monat eine Dividendenzahlung erhält, habe ich mich für Strategie entschieden die möglichst jeden Monat mir einen Geldeingang aufs Konto beschert.

Drei ETFs zu finden, die Abwechselnd ausschütten war recht schnell über ein Portal gefunden. Ein Broker bei dem diese dann auch noch als Sparplan angelegt werden konnten war nach kurzer Recherche ebenfalls schnell gefunden.

Jetzt kommt das Aber. Aber einen Haken hatte die Sache, denn einer der 3 ETFs war der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield. Damit hatte ich im Prinzip eine Dopplung des World Indexes in meinem Gesamtportfolio. Deswegen musste der Vanguard ETF zum Jahreswechsel auf 2020 dem jetzigen ETF weichen.

Na, schon neugierig welche drei ETFs ich bespare um jeden Monat Dividenden zu erhalten? Hier die drei ETFs welche ich für mein Dividendenportfolio nutze:

  • iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF
  • SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF
  • VanEck Vectors Global Real Estate
Portfolio - ETFs Dividendenstrategie
Portfolio – ETFs Dividendenstrategie

Die ausgezahlten Dividenden sammle ich aktuell auf meinem Konto an und passe 2x im Jahr den Sparplan der drei ETFs an. Ja, das ist etwas mehr Aufwand, mit dem ich auch gut leben kann. Obwohl eine monatliche Anpassung der Sparrate nach Dividendenauszahlung eine etwas bessere Rendite bringen würde, bin ich nach wie vor ein Freund des Passiven Investieren, also mit möglichst geringem zeitlichen Aufwand.

Die ausschüttenden ETFs sind alle gleich gewichtet. Eventuell muss ich mir in naher Zukunft mal Gedanken zur Gewichtung oder zum Rebalancing machen. Aber das wird sich dann zeigen, da aktuell kein Handlungsbedarf besteht.

Das P2P – Portfolio

Rendite sind das Schmerzensgeld für Risiko.

– unbekannt

Seit April 2019 bin ich auch in P2P Krediten investiert. Durch ein Buch bin ich auf diese Investitionsmöglichkeit aufmerksam geworden und hatte mich dann für Bondora als erste P2P Plattform entschieden. Neben dem Portfolio Pro bei Bondora wurde das Produkt Go&Grow direkt parallel dazu genutzt.

Mit Bondora nutzte ich die erste Plattform um in Konsumkredite zu investieren. Nach einigen kleineren Fehlern, die ich durchaus verschmerzen kann (jeder zahlt mal Lehrgeld), entschied ich mich im Juni 2019 auf einer weiteren P2P Plattform in Verbraucherkredite zu investieren. Meine Wahl viel dabei auf Mintos, um eine möglichst große Diversifikation über Länder hinweg zu erreichen.

Nachdem ich 2 bei Plattformen in Konsum- bzw. Verbraucherkrediten investiere, sollte die dritte Plattform im Bunde einen anderen Markt bzw. Assetklasse abdecken. Nach etwas Recherche stellte sich heraus, das EstateGuru vielversprechend ist. Seit August 2019 investiere ich dort in Immobilien.

Portfolio - P2P Plattformen
Portfolio – P2P Plattformen

Die Aufteilung steht zwar schon fest, ist aber noch nicht ganz erreicht, wie du im Bild oberhalb siehst. Für die P2P Plattformen strebe ich folgende Verteilung an:

  • Bondora – ca. 20% erreichen (ohne Go&Grow)
  • Mintos – ca. 35% erreichen
  • EstateGuru – ca. 45% erreichen

Klingt Erstmal merkwürdig, die Aufteilung, ist aber so. Warum erklärt sich relativ einfach über die minimale Investitionsgröße bei den Plattformen. Aber kurz zu meinen Erwartungen bei den P2P Investitionen. Eine Rendite von > 10% sollte nicht allzu unrealistisch sein, wenn die Rendite höher ausfällt habe ich nichts dagegen. P2P Plattformen bieten die Möglichkeit hohe Renditen zu erwirtschaften, unterliegen aber auch einem höheren Risiko als ETFs.

Um das Risiko von ausfällen der Kredite zu minimieren sollte eine entsprechende Anzahl an Investitionen mit entsprechendem Zinssatz vorhanden sein. Dies trifft meiner Meinung nach, vor allem auf Bondora zu. Bei Mintos sieht es dank des Buy Back Versprechens seitens der Darlehnsanbahner einfacher aus. Allerdings kann bei Mintos erst ab 10€ je Kredit investiert werden, und um dabei ausreichend zwischen Anbahnern und Ländern diversifiziert zu sein sollte das Investitionsvolumen entsprechend ausfallen.

Warum also bei EstateGuru die höchste Investitionssumme, wenn bei Mintos durch Buy Back es mehr oder weniger zu keinem Ausfall kommen sollte? Bei EstateGuru kann erst ab 50€ je Kredit investiert werden. Ja, richtig! Ausgehend von den Mindestinvestitionssummen müsste die prozentuale Verteilung anders aussehen.

Bei EstateGuru werde ich vorläufig nicht so viel investieren wie es für eine ausreichende Diversifikation angesehen wird. Und das liegt ganz einfach daran, das ansonsten die Investitionssumme bei P2P wesentlich mehr vom Gesamtportfolio einnehmen würde, als wie sie es jetzt schon ausmacht.

Das ist mein Gesamtes Portfolio in das ich investiere um später für die Rente hoffentlich ein ausreichendes Vermögen aufgebaut zu haben, von dem ich entnehmen kann. Zeitgleich sollen die dann immer noch fließenden Dividenden für einen zusätzlichen monatlichen Cashflow sorgen.

Und wann fängst du an zu sparen?

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vg